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VII SCHILLERKABINETT

Die nachitallenischen neunziger Jahre waren von mancher schmerzlichen Erinnerung Goethes an den heiteren Süden getrübt. Wie das in dieser Zeit sich verdunkelnde Italienerlebnis, so ist auch dieser Raum noch einmal in einem südlichen, aber dunkleren Siena-Ton gehalten.

Überschattet war diese Zeit - ausgehend von der Französischen Revolution, die eine ungeheure Herausforderung für Goethes eben erst gewonnenes Humanitäts- und Bildungsideal darstellte - von den Koalitionskriegen gegen Frankreich, den Napoleonischen Feldzügen (u.a. Schlacht bei Jena und Einnahme Weimars; beides 1806) und der Völkerschlacht bei Leipzig (1813). Andererseits gab es in diesen Jahren aber auch Glanzlichter. Zu ihnen gehörte die Liebe zu Christiane Vulpius, die 1806 Goethes Frau wurde, die Freundschaft und der Dichterbund mit Schiller und die Begegnung mit Napoleon (1808).




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