"Man habe auch tausendmal von einem Gegenstande gehört, das Eigentümliche desselben spricht nur zu uns in dem unmittelbaren Anschauen."

("Italienische Reise", 20.3.1787)

Während der Schulzeit

Individuelle Themen- und Terminabsprachen mit der museumspädagogischen Abteilung, Dr. Silke Hoffmann,
Tel.: 0211/ 899 62 68, E-Mail: silke.hoffmann@stadt.duesseldorf.de

Es empfiehlt sich, eine Führung 10 Tage im Voraus anzumelden, doch dringende Termine lassen sich auch kurzfristig ausmachen.


Führungen für die
Jahrgangsstufen 11-13

Übersichtsführungen sind jederzeit möglich; sie erörtern Leben und Werke des Autors vor dem geschichtlichen Hintergrund der Goethezeit. Dauer: 1,5 Std.

Schwerpunktführungen liefern einen Gesamtüberblick unter besonderer Berücksichtigung der im Unterricht behandelten Themen.
Dauer: 1 - 1,5 Std.

Dazu bieten wir Führungen zu Goethes Gedichten an, die hier im Museum in Form von originalen Handschriften oder frühen Werkausgaben gezeigt werden. Darunter befinden sich die Werke des Sturm und Drang wie „Künstlers Morgenlied“, die Gedichte der Weimarer Klassik von den „Römischen Elegien“ zu den „Xenien“ und die Alterslyrik, u. a. die Verse des „West-östlichen Divan“.

Daneben können spezielle Führungen Goethes Liebeslyrik zum Thema haben; hierzu zählen Gedichte wie das „Mailied“, „Willkommen und Abschied“, „An den Mond“ oder die „Marienbader Elegie“.

Zudem können die Führungen grundsätzlich auch auf andere Werke von Goethe abheben und daran den Epochenumbruch um 1800 aufzeigen.

Weiter schließt das Programm Führungen ein, die stärker auf die Freundschaft zwischen Goethe und Schiller und die Jahre der Weimarer Klassik ausgerichtet sind.

Die Führungen wenden sich auch an die Klassen der Berufskollegs. An die Fachklasse der Buchhändler angepasst ist das Thema der Werkausgaben, die im Museum gesammelt vorhanden sind und von den „Neuen Liedern“ über die Drucke der „Leiden des jungen Werther“ bis zu den Bänden der Göschen-Ausgabe und der Ausgabe letzter Hand reichen.

Führungen zu Werkillustrationen umfassen Zeichnungen zu Gedichten wie „Ilmenau“ und Blätter zu dem Epos „Hermann und Dorothea“ sowie Kupferstiche der „Werther“- und „Faust“-Ausgaben.

In die naturwissenschaftlichen Werke kann eine Einführung gegeben werden, die auf die Forschungen Goethes in den Fächern der Botanik, Geologie, Mineralogie, Meteorologie, Physik, Medizin und sein – 1810 erstmals gedrucktes – Werk „Zur Farbenlehre“ eingeht.

Einstündige Führungen durch Sonderausstellungen können entsprechend dem aktuellen Programm vereinbart werden.

Schüler, die ihre Klassen oder Kurse selbst durch das Museum führen möchten, erhalten hier Erklärungen zu bestimmten Themen und Objekten der Sammlung oder eine methodische Anleitung. Die Führungen lassen auch Raum für Referate der Schüler im Museum.

Im Goethe-Museum sind auch fremdsprachige Führungen zu buchen, darunter Führungen in englischer, französischer, italienischer und russischer Sprache.


Führungen für die
Jahrgangsstufen 5-10

Für die Jahrgangsstufen 5-10 eignen sich gerade handlungsorientierte Führungen, z. B. „Was packt man in einen Mantelsack? – Reisen um 1800“ oder Rundgänge zum Thema „Scherenschnitte“.


Kinderführungen und Ferienprogramme

Wechselnde Workshops werden für Kinder ab 8 Jahren während der Oster-, Sommer- und Herbstferien angeboten.

Sommerferienprogramm

»Das leuchtet, sprüht und stinkt und brennt!«. Walpurgisnacht reloaded

03. u. 04. August 2010,
10 bis 13 Uhr
Für Kinder ab 9 Jahren

›Fausts Walpurgisnacht. Frühlingsanfang, Hexerei, Teufelsspuk‹ heißt gerade die Sommer­ausstellung hier im Museum. Als Puppenspiel und mit wirkungsvollen Spezialeffekten wurde die spannende Geschichte von dem »Doktor Faust« in der Goethezeit aufgeführt. Der Teufel und Faust brechen in Goethes Schauspiel zu der wilden, lauten Walpurgisnacht auf. Im Museum basteln wir unsere eigenen Hexen und lassen die Puppen tanzen.


Schaurige Puppenstube

27. Juli 2010, 10 bis 11.30 Uhr
18. August 2010, 10 bis 11.30 Uhr
Für Kinder ab 8 Jahren

Viele Hexen schwirren auf Besen durch das Schauspiel ›Faust‹, in der Walpurgisnacht auf dem Blocksberg und in der Hexenküche. Nach einem Ratespiel zum Hexen-Einmal-Eins, dem »Hokuspokus« am schäumenden Kessel, bauen wir eine Guckkastenbühne und Figuren zu dem gruseligen Hexentanz, von dem Goethe geschrieben hat.


Gretchen gezeichnet

29. Juli 2010, 10 bis 12 Uhr
10. August 2010, 10 bis 12 Uhr
Für Kinder ab 10 Jahren

Im ›Faust‹ steht auch Gretchen als tragische Figur. Auf der Straße trifft Faust das schöne, vierzehnjährige Mädchen – und das ist für sie der Anfang vom Ende! Zu der todtraurigen Geschichte von Gretchen hängen im Museum viele Bilder, die wir uns gründlich angucken. Und dann machen wir uns selbst ans Werk: wir fertigen Zeichnungen an, die später zum Pracht­album gebunden werden.


Auf den Faust

06. August 2010, 10 bis 12 Uhr
17. August 2010, 10 bis 12 Uhr
Für Kinder und Jugendliche
ab 10 Jahren

Viel Lärm um Faust: Lieder und Verse aus der Tragödie nehmen wir im Museum als Rap oder Hörspiel auf und gestalten auch die Cover für die CDs selbst. Vom Hexen-Spruch und Gretchen-Lied zum ›Flohlied‹ des Teufels machen wir uns einen Reim auf den Faust.


Führungen für andere Besuchergruppen

Zu dem Rundgang durch die Räume des Museums können auch weitere, mit den Besuchern abgestimmte Themen treten.

Führungen zu dem Teufelskerl Faust umspannen u. a. die historische Faust-Gestalt, die „Historia von D. Johann Fausten“ (1587), die englischen Adaptionen, die Tragödie von Goethe, Heines „Faust“-Ballett und Thomas Manns „Doktor Faustus“.

Frei ausschreiten können Sie bei der Führung „Über allen Gipfeln ist Ruh’…“. Wir gehen sowohl Goethes „Wanderer“-Gedichten als auch seinen Wanderungen durch das Lahntal oder den Harz nach.

Generell lassen sich bei Führungen auch einzelne Räume des Museums vertiefend erläutern, wie das Jacobi-Kabinett („Weshalb besucht Goethe Düsseldorf?“) und die Säle zur „Italienischen Reise“ („Von Goethes dichterischer Wiedergeburt bis zum Tourismus-Leitfaden“).

Im Jahr 2010 sind auch den frühen wirkungsgeschichtlichen Quellen aus dem Düsseldorfer Raum Führungen gewidmet. Gerade auf die Werke des 1840 gestorbenen – und auf dem Golzheimer Friedhof begrabenen – Karl Leberecht Immermann heben die Führungen dabei ab, darunter Immermanns Nachruf „Epilog zu Göthes Todtenfeier“ und die autobiografischen „Memorabilien“, in denen der Autor auch die Figur des „Zeus“ von Weimar einkreist.

Begrüßungen und Ein-Führungen für Eilige!
Dauer: 15 Min. (für Gruppen ab 12 Personen)
Geschichte von Schloss Jägerhof – Goethe und Düsseldorf – Kippenberg und der Insel-Verlag

© Goethe-Museum Düsseldorf
Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung
Schloss Jägerhof, Jacobistraße 2, 40211 Düsseldorf, Tel 0211/899 62 62