| 28. August bis 19. September 2010 |
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Farbpartituren 2010. Zeichnungen von Brigitte Wiegmann Farben zielen auf physikalische Prozesse im Sehvorgang des Menschen. Aber sie lösen und darauf haben fast alle Maler in Vergangenheit oder Gegenwart hingewiesen emotionale Befindlichkeiten in uns aus. Grün beruhigt, Blau sehnt uns den Himmel herbei, Rot entflammt, Gelb setzt einen Stachel. Diese Reaktionen und Wahrnehmungen fallen unterschiedlich aus, je nach Temperament und Charakter. Aber es ist eine Weisheit: Farben bestimmen unser Sehen und Reagieren, unseren Rhythmus, unsere Stimmungen, unsere Seele. Farbe ist ein elementares Sinnenerlebnis. Für Josef Albers war die Farbe ein „Experimentierfeld unserer Wahrnehmungen“. Brigitte Wiegmann findet ein subjektives Konzept für GRÜN, ROT, BLAU, GELB: Sie buchstabiert in Farben ihr Partitur-System aus Zeichen, Linien und Strukturen. Dabei ermittelt sie Zwischentöne, Übergänge, Verdichtungen. Sie schafft sich einen fulminanten Reichtum der Seh-Klänge. Das kann abstrakt, aber auch funktional gemeint sein. Wir reagieren auf diese Tonstufen: im Kopf, im Spirituellen, in den Sinnen. Die Ausstellung, die vom 28. August bis zum 19. September 2010 im Goethe-Museum Düsseldorf zu sehen ist, schließt an die Fortführung von Goethe-Untersuchungen „Zur Farbenlehre“ (3 Bde. 1810) an. |
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