ARITA- Zeitgenössische Porzellane aus Japan
30. Januar bis 13. Februar 2004
Der Herstellung von Porzellan (jiki) in Japan begann im 17. Jahrhundert, um 1616, mit der Entdeckung von Porzellanerde in Arita der Provinz Hizen, der heutigen Saga-Präfektur auf der Insel Kyushu. Das Porzellan wurde zuerst von koreanischen Töpfern gebrannt und bemalt, die als Kriegsgefangene während des Koreafeldzugs (1593-1598) des Toyotomi Hideyoshi oder als Einwanderer nach Japan gelangten. Bald folgten ihnen japanische Töpfer, darunter Sakeida Kakiemon, dem die Überglasurmalerei zum erstenmal in Japan gelungen sein soll.
In der hochrangigen Ausstellung werden bemerkenswerte, traditionsreiche Porzellane, in erster Linie formschöne Schalen und Vasen, von 51 verschiedenen Künstlern der "Gesellschaft für Keramikkunst - Arita" vorgestellt. In Arita liegt der Ursprung des japanischen Porzellans, und gleichzeitig ist es der Ort, an dem erstmals in Japan die "iroe"-Technik (Überglasurmalerei), mittels derer Bilder mit Hilfe farbiger Glasur auf das Porzellan aufgetragen werden können, angewandt und dauerhaft praktiziert wurde. Während des 17. Jahrhunderts entwickelte sich Arita zum Zentrum der japanischen Porzellanherstellung; die fertigen Erzeugnisse fanden Verbreitung über den Hafen von Imari und wirkten auf die Herstellung Meißner Porzellane ein.
Die außergewöhnliche Ausstellung, eine Übernahme aus dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin, wird von der Stadt Arita, der Präfektur Saga und dem Saga-Zeitungs-Verlag gefördert. Düsseldorf als Ort jahrzehntelanger japanischer Kultur und Wirtschaft in Deutschland ist mehr als geeignet, diese kostbare Schau zu präsentieren. Es ist als große Besonderheit anzusehen, daß die hochqualifizierten Künstler alle gemeinsam an einem Ort ausstellen. Von seiten der Gesellschaft für Keramikkunst wird versichert, daß diese Möglichkeit innerhalb der nächsten 50 Jahre einmalig sei.