Vom wahren Leben
Aus Wilhelm Heinses Aufzeichnungen und Briefen
GERDA HENKEL STIFTUNG
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Sonntag, 15. Oktober 2006 11.00 Uhr
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| Wenige Jahre vor Goethe, von 1780 bis 1783, bereiste der deutsche Dichter Wilhelm Heinse Italien. Von seiner italienischen Reise brachte er nicht nur das Material zu einem Roman mit, der als erster Künstler- und Renaissanceroman der europäischen Literatur Furore machte und wegen der erotischen Szenen auch für einen Skandal sorgte: Ardinghello und die glückseligen Inseln. In Italien entstanden vielmehr neben zahlreichen Briefen auch umfangreiche Aufzeichnungen, im Druck über 1000 Seiten. Wie wenige andere Dichter aus dem Norden war Heinse, der Übersetzer von Ariost und Tasso, mit der italienischen Sprache und Literatur vertraut. Als Kunstschriftsteller in Deutschland schon vor seiner Reise durch die Düsseldorfer Gemäldegalerie berühmt, vermitteln seine Beschreibungen ungewöhnlich lebendige Bilder großer Kunstwerke und Naturszenen in Italien. Als Musikliebhaber beschäftigte er sich mit der italienischen Oper, woraus später ein zweiter Roman entstand. Als Libertin im Geiste führte er auch eine scharfe Feder gegen christlich-katholische Sinnlichkeitsvorstellungen. Die gesamten Aufzeichnungen, wegen ihrer Sprachgewalt und Farbigkeit ein Geheimtip, sind mit Unterstützung der Gerda Henkel Stiftung erstmals vollständig kommentiert und veröffentlicht worden. |
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Begrüßung Die neue Heinse-Ausgabe Lesung Moderation Musik des 18. Jahrhunderts Im Anschluß wird ein Imbiß gereicht. |
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Wilhelm Heinse Die Aufzeichnungen. Der Frankfurter Nachlaß Band I: Band II: Band III: Band IV: Band V: |