Anton Kippenberg, der 1874 in Bremen geboren war und 1950 in Luzern starb, erlangte als Leiter und Inhaber des Insel-Verlages zu Leipzig Weltruf. Schon als junger Buchhändler hat er den Grundstock zu einem zweiten Lebenswerk gelegt. Es ist die im Laufe eines halben Jahrhunderts zusammengebrachte Goethe Sammlung, die seine Töchter in seinem und seiner Frau Namen zu einer selbständigen rechtsfähigen Stiftung mit dem Sitz in Düsseldorf erklärten.

Das Prinzip, nachdem schon Kippenberg seine Sammlung zusammentrug und das auch für die Stiftung verpflichtend geblieben ist, entspricht Goethes Symbolbegriff: Nur solche Objekte werden aufgenommen, die nach Goethes Worten im Brief vom 16. August 1797 an Schiller »eminente Fälle« sind, »die, in einer charakteristischen Mannigfaltigkeit, als Repräsentanten von vielen anderen dastehen«, die also über den von ihnen bezeugten einzelnen Anlass hinaus zugleich charakteristisch für den Geist Goethes und seiner Zeit sind.

Jahresbericht 2009

© Goethe-Museum Düsseldorf
Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung
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