Goethe hat sich aus eigenem Forschungsinteresse und auch amtlich mit vielen naturwissenschaftlichen Disziplinen befasst.  Das Museum besitzt eine Sammlung zu diesen naturwissenschaftlichen Interessen und zeigt etliche Exponate zur Anatomie, Botanik, Geologie, Meterorologie, Mineralogie und Physik.

Vollständige Sprudelstein-Sammlung mit Beschreibung von Seiner Excellenz dem Herrn Geheimerath und Staatsminister von Göthe. 1832.

(Foto: Barbara Steingießer)

Das mit blauem Papier beklebte flache Pappkästchen enthält 25 Proben von Karlsbader Sintersteinen und ein gedrucktes Verzeichnis.

 

 

 

 

Den Mittelpunkt von Goethes Forschungsinteresse bildet die „Farbenlehre“. Eine Besonderheit des Goethe-Museums Düsseldorf ist die Kollektion von sechs Versuchsanordnungen zur Optik. Apparate, die den von Goethe benutzten Instrumenten nachgebildet sind, ermöglichen den Besuchern, die prismatischen Wahrnehmungen, die Goethe in den Bann schlugen, nachzuvollziehen: so Entoptische Apparate und Gestelle sowie ein Spiegelkasten zur Demonstration der Polarität bei Verwendung trüber Mittel.

Zweiter prismatischer Versuch

(Foto: Barbara Steingießer)

Die Schwarz/Weiß-Komposition an der Wand bietet Gelegenheit, viererlei Spektren zu beobachten. Beginnend am linken Rande der Tafel findet man durch das Prisma blickend folgende Spektren:
1. Von Schwarz über Weiß das Warme Kantenspektrum gelbrot/gelb
2. Vom weißen Streifen das Ordentliche Spektrum gelbrot/grün/violett (die drei Newton-Farben)
3. Von Weiß über Schwarz das Kalte Kantenspektrum blau/violett
4. Vom schwarzen Streifen das Umgekehrte Spektrum blau/purpurrot/gelb (die drei Goethe-Farben)
5. wie unter 1

 

Lässt man den Blick von rechts nach links schweifen, dann erhält man in einer Folge die sechs Stufen des Goetheschen Farbenkreises:
gelb / grün / blau
violett / purpurrot / gelbrot