Von Danziger Ratsherren mit Stipendium zum Studium reformierter Theologie nach Halle an der Saale geschickt, erlebt er in der von Friedrich 11. aus der pietistischen Dominanz entlassenen Universität den aufklärerischen Friedrich August Wolf (1759-1824), dessen Name mit der Infragestellung der Autorschaft Homers für Ilias und Odyssee verbunden ist. Im September 1791 aufgebrochen, wird er zugleich an der Philosophischen Fakultät immatrikuliert, fühlt sich dort wohler und gibt, beeindruckt von den revolutionären Ereignissen in Paris, sein Studium auf, entscheidet sich für den Weg als Schriftsteller. Ein solcher Ablösungsprozeß, obwohl häufig anzutreffen, wie sich an parallelen Umorientierungen wie dem Historiker Johannes von Müller oder dem frühromantischen Literaturwissenschaftler August Wilhelm Schlegel ablesen läßt, zieht sich lange hin, obwohl er schon 1792 einsetzt, und auch Reisen in das Kunstzentrum Weimar mit sich bringt. Falks Lektüren und Vorlesungen lassen sich durch seinen Bücherkatalogus gut erschließen. Der evangelische Theologe August Hermann Niemeyer, später Kanzler der Universität, beeindruckt ihn durch die pädagogischen Überlegungen. |
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