| „Musik kann ich nicht beurteilen, denn es fehlt mir an Kenntnis der Mittel deren sie sich zu ihren Zwecken bedient; ich kann nur von der Wirkung sprechen, die sie auf mich macht, wenn ich mich ihr rein und wiederholt überlasse; und so kann ich von Herrn Zelters Kompositionen meiner Lieder sagen: dass ich der Musik kaum solche herzlichen Töne zugetraut hätte“. Mit diesen Worten dankt Goethe am 13. Juni 1796 Friederike Unger (1751-1813), der Frau seines Verlegers in Berlin, die im Auftrag Zelters, „dem vortrefflichen Verfasser des W[ilhelm] M[eister]“, dessen „neuesten Lieder“, seine erste gedruckte, 1796 erscheinende Sammlung von „Zwölf Liedern am Klavier zu singen“, übersandt hat. „Danken Sie ihm vielmals“, fährt Goethe fort, „und sagen sie ihm, dass ich sehr wünschte ihn persönlich zu kennen, um mich mit ihm über manches zu unterhalten“. Dieser Wunsch Goethes sollte erst 1802 in Erfüllung gehen. Doch schon 1799 beginnt der briefliche Kontakt zwischen Zelter und Goethe und wird mit einer ca. 875 Briefe umfassenden Korrespondenz ihr ganzes Leben, bis zu ihrer beider Tod im Jahr 1832 durchdringen. Das Goethe-Museum Düsseldorf würdigt in Zelter den mit Kunstverstand, Organisationstalent und Vielseitigkeit ausgestatteten Komponisten, Musikpädagogen, Dirigenten und Freund Goethes.
„.. .in die kreiselnde Bewegung einer Jugendjahre, erste Vertonungen, literarische Quellen und rnusikjournalistische Schriften |
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